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Kabeljaufilet auf Tomaten-Paprika-Ragout mit Kräutergnocchi [14.12.2018]

Vor dem Besuch in unserem Betriebsrestaurant – das erste Mal seit langem alleine, da meine Kollegen mit denen ich sonst gehe im Homeoffice oder bereits im Weihnachtsurlaub waren – war heute etwas hin- und hergerissen zwischen dem Gebratenen Kabeljaufilet auf Tomaten-Paprikaragout und Kräutergnocchi im Abschnitt Globetrotter und dem altbewährten Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten und Maccaire-Kartoffeln aus dem Abschnitt Vitality. Der Milchreis mit Waldbeeren und Zimt-Zucker bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse oder Moo Pad Praw Wan – Verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Kokosmilch und rotem Curry interessierten mich weniger – obwohl ich zumindest für einen ganz kurzen Moment mit dem Eierreis liebäugelte. Aber dann kam mir doch in den Sinn dass ich irgend etwas fleischiges brauche. Und da ich die Woche mal wieder noch gar keinen Fisch hatte, fiel meine Wahl letztlich auf den Kabeljau, der ja dank seiner hohen Jodanteile und Omega-3-Fettsäuren als besonders gesund gilt. Bereits 125g Kabeljau decken hier den Tagesbedarf – und das Fischfilet das diesem Gericht beilag war deutlich größer.

Codfish filet on tomato bell pepper ragout with herb gnocchi / Kabeljaufilet auf Tomaten-Paprika-Ragout mit Kräutergnocchi

Obwohl das Gericht im großen und ganzen gut aussah, störte mich ein wenig der Fettfilm, der an der Seite der Sauce auf dem Teller schwamm und der scheinbar von den Gnocchi kam. Ich kann nur vermuten, aber ich denke mal dann man sie nach dem Kochen – denn gebraten waren sie definitiv nicht – in Butter oder Öl mit Kräutern geschwenkt hatte, damit die Kräuter besser haften bleiben. Dabei war man wahrscheinlich etwas zu großzügig mit dem Fett umgegangen, dass sich nun eben auf dem Teller verteilte. Dennoch waren die Gnocchi was den Geschmack anging aber sehr gut gelungen und vom Biss her angenehm weich, fast samtig. Und auch die leichte Kräuternote wertete sie eindeutig auf – auch wenn sie kaum zur Geltung kam wenn man sie zusätzlich noch mit dem deutlich geschmacksintensiveren Tomaten-Paprikaragout garnierte. Und bei genau diesem muss ich auch wiederum ein kleines bisschen Kritik anbringen, denn obwohl es angenehm fruchtig und gut mit Kräutern gewürzt war, hatte es eine winzige bittere Note, als wäre eines oder mehrere der Kräuter bei der Zubereitung leicht angebrannt. Es war nicht sonderlich störend, aber es fiel mir eben auf. Am angenehm großen, ganz dünn panierten Kabeljaufilet mit seinem zarten, saftigen und natürlich völlig grätenfreien Fleisch gab es aber absolut gar nichts auszusetzen. Trotz kleiner Mankos, die man keinesfalls überbewerten sollte, ein sehr gelungenes Gericht.
Auch wenn es eng war, gelang es dem Kabeljau auch beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, die Nase vorn zu behalten und verwies das ebenfalls sehr beliebte Ingwersteak auf einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und den vierten Platz belegte schließlich der Milchreis.

Mein Abschlußurteil:
Kabeljaufilet: ++
Tomaten-Paprika-Ragout: ++
Kräutergnocchi: ++

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Farm Wrap Chicken Kale [14.12.2018]

Tortilla Wrap Chicken Kale

Genau eine Woche nachdem ich hier den Farm Wrap Chicken Sweet Chili vorgestellt habe, möchte ich heute nun eine weitere Variante testen: Den Farm Wrap Chicken Kale mit Hähnchen, Grünkohl, Möhren und einem Hauch von Curry, der laut Webseite des Hersteller City Farming aus Hamburg aber nur als seasonale Spezialität angeboten wird. Ich habe ihn in einem nahen Rewe-Markt erworben, wo er in einer Plastik-Einweg-Verpackung verkauft wird.

Farm Wrap Chicken Kale - Verpackung / Packaging

Hält ihn auf jeden Fall frisch, soviel steht fest, aber ist natürlich nicht sonderlich umweltfreundlich. Aber in einer Papiertüte oder einem Karton würde er wahrscheinlich zu schnell trocken werden. Davon mal abgesehen ist die Co2-Bilanz eines Wraps, der in Hamburg hergestellt und in München verzehrt wird sowieso nicht ganz so optimal.
Aber wie dem auch sei, geschmacklich erwies sich dieser Wrap mit Hähnchen und Grünkohl als überaus lecker. Ich war mir nicht sicher ob der Grünkohl hier roh verarbeitet worden war, aber ich vermute mal dass man ihn vorher zumindest blanchiert gehabt hatte, denn ansonsten wäre er wohl zu hart gewesen. Die Dichte der Zutaten nimmt natürlich etwas ab, wenn man sich beim Essen in Richtung des geschlossenen Endes vorarbeitet, aber ich fand es dennoch absolut akzeptabel. Eine sehr gelungene Zusammenstellung für einen Wrap und ich schließe nicht aus erneut bei einem solchen zuzugreifen, so lange er noch saisonbedingt angeboten wird.


Cevapcici mit frischen Zwiebeln, Ajvar & Pommes Frites [13.12.2018]

Hätte die Intranet-Speisekarte heute gestimmt, hätte ich vielleicht bei der Peking Ente süß- sauer mit frischem Gemüse, die neben Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, zugegriffen. Doch man hatte die Ente leider kurzfristig durch ein Gericht mit Tintenfisch ersetzt und darauf hatte ich keine Lust. Und auch das Tiroler Gröst`l mit Bratensauce und Spiegelei bei Tradition der Region weckte schlechte Erinnerungen an frühere Versionen dieses Gerichts, daher ließ ich die Finger davon. Kurz überlegte ich noch, ob ich bei den Gebackene Polentataschen mit Ratatouille und Quarkdip aus der Sektion Vitality zugreifen sollte, denn man hatte die eckigen Polentataschen von früheren Varianten durch eine eine nun mit abgerundeten Enden daherkommende Version ersetzt, aber letztlich fiel die Wahl dann doch auf einen Klassiker des Betriebsrestaurants: Das Cevapcici mit frischen Zwiebeln, Ajvar und Pommes Frites. Mir persönlich wäre Djuvec-Reis anstatt der Fritten zwar noch etwas lieber gewesen, so wie früher hier oder hier eben, aber das sollte heute eben nicht sein. Die Menge der frischen Zwiebeln die man auf dem Teller haben wollte konnte man selbst bestimmen, außerdem durfte bei Pommes natürlich der Ketchup nicht fehlen. Außerdem entdeckte ich an der Salattheke nach langer Pause mal wieder Krautsalat, der passte natürlich wunderbar zu den Cevapcici und durfte auf dem Tablett ebenfalls nicht fehlen.

Cevapcici with fresh onions, ajvar & french fries / Cevapcici mit frischen Zwiebeln, Avjar & Pommes frites

Die Pommes waren dieses Mal zwar einigermaßen knusprig, dafür aber leider nur noch lauwarm und scheinbar ungesalzen. Unter Zuhilfenahme des am Tisch bereitstehenden Salzstreuers ließen sie sich aber noch ein wenig retten. Dafür erwiesen sich die genau abgezählten fünf Hackfleischröllchen, die Cevapcici, als angenehm saftig und locker, auch wenn ich persönlich sie kräftiger gewürzt hätte. Doch da konnte das fruchtig-milde, leider nicht scharfe Ajvar sowie Teile der knackig-frischen rohen Zwiebeln etwas Abhilfe schaffen. Und auch der knackige Krautsalat, dieses Mal ohne Kümmelsamen, passte wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Ich war mit meiner Wahl letztlich auf jeden Fall recht zufrieden.
Beim meinem Blick über die Tabletts der anderen Gäste erkannte ich schnell, dass auch hier ein großer Teil bei den Cevapcici zugegriffen hatte und diesen somit einen klaren Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte. Auf dem zweiten Platz folgte das Tiroler Geröst’l, dass laut Aussage eines Kollegen der bei diesem Angebot zugegriffen hatte übrigens dieses Mal recht passabel gewesen sein muss. Vielleicht probier ich es ja demnächst doch mal wieder. Platz drei belegten dann die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz folgten die vegetarischen Polentaschnitten mit Ratatouille.

Mein Abschlußurteil:
Cevapcici: ++
Ajvar: ++
Zwiebeln: ++
Pommes Frites: +


Geschmorte Hirschkeule in Rotweinsauce mit Rosenkohl & Spätzle [12.12.2018]

Als ich heute las, dass man im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants eine Geschmorte Hirschkeule in Rotweinsauce mit Rosenkohl und Spätzle, war ich sofort hin und weg und wusste was ich wählen würde. Die Gebratene Forelle “Balkan Art” mit Rosmarinkartoffeln bei Vitality sah zwar auch gut aus und mit den beiden Lasagne-Varianten wie dem der Spinat-Ricottalasagne bei Globetrotter oder der Lasagne al Forno als Zusatz-Sonderangebot sowie den Asia-Speisen wie Gebratener Tofu mit frischem Gemüse und Tomatensoße oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massamannsauce hätte ich ebenfalls gut Leben können, aber wenn schon einmal ein Wildgericht wie Hirsch auf der Karte steht, kann ich einfach nicht widerstehen. Hätte es das nicht gegeben, hätte ich wahrscheinlich bei der Forelle zugegriffen.

Braised haunch of venison with brussels sprouts & spaetzle / Geschmorte Hirschkeule mit Rosenkohl & Spätzle

Mein erster Test galt dem Rosenkohl, der sich erfreulicherweise schon mal als frisch und noch leicht knackig im Biss erwies – nicht so matschig und zerkocht wie ich ihn schon öfters von der Gemüsetheke erhalten hatte. Dazu gab es zwei Scheiben Hirschfleisch, die obere, kleinere Scheibe etwas dünner, dafür aber durchgehend zart, saftig und mager, die untere etwas dicker, aber leider mit einem durchwachsenen, leicht knorpeligen Rand versehen. Insgesamt aber wirklich sehr hochwertiges und gelungenes Fleisch. Dazu passte wunderbar sowohl die dickflüssige und angenehm würzige Rotweinsauce sowie die Spätzle bzw. Knöpfle als Sättigungsbeilage. Eine kluge Wahl das Gericht nicht wieder mit Klößen zu servieren, was ja auch denkbar gewesen wäre. Alles in allem also ein sehr gelungenes Gericht und mit 5,50 Euro auch nicht sonderlich teuer.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich die beiden Lasagne-Gerichte und die Hirschkeule ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei in der Lasagne-Fraktion die Lasagne al forno eindeutig die Nase vorne hatte. Letztlich konnte sich diese Lasagne auch durchsetzen und verwies die Hirschkeule auf einen guten zweiten Platz. Die Spinat-Ricottalasagne wurde noch von der Forelle Balkan Art überrundet und landete somit auf Platz vier, nur knapp vor den fünftplatzierten Asia-Gerichten.

Mein Abschlußurteil:
Hirschkeule: ++
Rotweinsauce: ++
Rosenkohl: ++
Spätzle: ++


Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel [11.12.2018]

Als ich im Morgen im Intranet nachschaute, stand dort noch als Tagestipp ein Cordon bleu mit Bratkartoffeln auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant, als wir jedoch etwas verspätet gegen 12:30 Uhr dort eintrafen, schien dies schon aus gewesen zu sein. Waren wahrscheinlich Reste gewesen und sowieso nichts für mich, da ich diese wabbeligen Bratkartoffeln wie hier oder hier ja sowieso verabscheue. Aus gesundheitstechnischer Sicht war der Griechischer Gemüseeintopf mit Hirtenkäse und Fladenbrot bei Vitality eindeutig das vorteilhafteste Angebot gewesen, dem standen mit einer Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel bei Tradition der Region sowie einem Schweinerückensteak “Tessin Art” mit Tomate, Kochschinken, Orangenhollandaise und Kroketten bei Globetrotter entgegen. Außerdem gab es Gebratenes Gemüse in Massamansauce und Gebratenes Rindfleisch mit Gemüse in Hoi Sin Sauce an der Asia-Wok-Theke. Wäre die Entenkeule wieder so verschrumpelt gewesen wie beim letzten Mal, hätte ich mich wahrscheinlich für das Schweinerückensteak entschieden, aber dieses Mal sah sie wirklich mal sehr gut aus, da konnte ich nicht widerstehen und griff bei diesem Gericht zu – auch wenn sie mit fünf Euro etwas teurer war als normale Gerichte.

Duck leg with red cabbage & potato dumpling / Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel

Als ich in das erste Mal mit der Gabel in die Entenkeule stach, um mir ein Stück davon abzuschneiden, durfte ich mit Begeisterung feststellen dass wie dieses Mal wunderbar knusprig geraten, dabei aber noch vollständig essbar war – aber nicht angekokelt und maximal zum Lutschen, da selbst gesunde Zähne sie nicht beißén könnten (habe ich alles schon bei Entenkeule erlebt). Ich persönlich liebe die Haut von Enten oder anderem Geflügel, das so zubereitet ist sehr gerne. Und darunter verbarg sich eine mehr als ausreichende Menge zarten und saftigen Fleischs, die sich – um das ganze fast perfekt zu machen – auch noch angenehm einfach mit Messer und Gabel vom Knochen lösen ließ. Ich aß aber natürlich zuerst die Haut, bevor die leider mal wieder etwas wässerige und nur mild-würzige Sauce sie noch durchweichte. Den Rest des Fleisches kombinierte ich dann mit Soße, dem leicht ruchtigem Blaukraut und stücken des fast männerfaustgroßen und mit angerösteten Semmelwürfeln gefüllten Kartoffelknödel. Sehr lecker und äußerst reichhaltig. Ich war sehr zufrieden.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich die Entenkeule großer Beliebtheit und holte sich mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Das Schweinesteak folgte erst mit großem Abstand auf Platz zwei und konnte diesen auch nur knapp gegen den heute extrem beliebten Gemüseeintopf auf dem dritten Platz verteidigen. Die Asia-Gerichte folgten knapp dahinter auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Sauce: +
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++